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- 26.2.2011: Defizite des Harzticket!
- 23.2.2011: Ein schweres Erbe, mit dem trotzdem sorgsam umzugehen ist!
- 16.2.2011: Noch mal zum Kurzentrum in Bad Suderode.
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Defizite des Harzticket!
Defizite des Harzticket, weiter Informationen!
Nun hatte ich diesen Beitrag zum Gegenstand einer Betrachtung gemacht, wobei ich hier weiterführende Gedanken zum Thema Hatix (Harzticket) aufgeschrieben habe. Heute nun findet sich in der MZ ein Leserbrief zum MZ-Beitrag, welcher sich mit den unterschiedlichen Sichtweisen auseinandersetzt. Prinzipiell hat der Autor, von seiner Funktion her Geschäftsführer der Quedlinburg Marketing GmbH, nichts gegen dieses Ticket, setzt sich dann aber berechtigter Weise mit den Defiziten des Angebots, sowie verschiedener Vorbehalte auseinander. Zum Vorteil gereicht ihm, dass er, auf Grund seiner Funktion, über die notwendigen Hintergrundinformationen verfügt, und so einige interessante Zahlen genannt werden, wie z. B., dass aus den Kurtaxeneinnahmen ca. 100.000,-€ an die Harz AG jährlich fließen müssten. Ich hatte eine niedrigere Zahl zugrunde gelegt, dabei die eingemeindeten Kommunen aber nicht berücksichtigt. Jedenfalls kann dafür schon anständig Bus gefahren werden.
Nachteile des Angebotes ergeben sich aus der Strukturierung touristischer Übernachtungsangebote, wie auch aus den Busverbindungen, Fahrtruten und Anbindungen selbst. Interessant ist in diesem Zusammenhang, welchen Zuwachs Quedlinburg an Bettenkapazitäten durch die Eingemeindung von Rieder, Gernrode und vor allem Bad Suderode zu verzeichnen hat. Dass deren Interessen nun auch berücksichtig werden müssen, liegt auf der Hand, genau wie das Angebot der Harz AG sehr dürftig ist, da es sich allein auf Busverbindungen beschränkt. Verwundern sollte letzteres allerdings nicht, da eine Erweiterung der Zahl der Verkehrsunternehmen, die Gewinne der Harz AG nicht unerheblich schmälern würden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass HSB und HEX keine öffentlichen Verkehrunternehmen sind und so weniger Einfluss auf die Preisgestaltung genommen werden kann. Letztlich und wie an anderer Stelle schon erwähnt, ist die Harz AG eine Unternehmen privat öffentlicher Partnerschaft, in welchen es üblich ist, dass der öffentliche Teil, die Gewinne des privaten Teils zu realisieren hat. Eigentlich ist dieser Umstand schon Grund genug, die Finger davon zu lassen.
Aber wie schon erwähnt, werden im Leserbrief, zwar nicht dieser, aber durchaus weitere gute Gründe zur Nichtbeteiligung angeführt. Das dafür auch die knappe Kasse der Stadt herhalten muss, ist eigentlich normal, genauso wie die Schlussfolgerung, dass zu diesem Zweck die Kurtaxe erhöht werden müsste, letztlich bis auf 1,90€, gerundet. Wenn natürlich der Unterhalt der touristischen Infrastruktur über die Kurtaxe abgewickelt werden müsste, wäre diese auf 5,19€ zu erhöhen, so die weiterführende, aber doch absurde Logik. Damit soll zwar veranschaulicht werden, was diese Infrastruktur der Stadt kostet, nur kann eine Kurtaxe nicht dazu dienen, eine solche Infrastruktur zu erhalten. Dass die touristische Infrastruktur in Quedlinburg, das effizienteste Instrument permanenter Wirtschaftförderung ist, wird hingegen nicht erwähnt. Ohne diese Infrastruktur wäre es um den Tourismus in Quedlinburg bei weitem nicht so gut bestellt, was sich wiederum auf die Wirtschaft in dieser Stadt nicht gerade positiv auswirken würde. Übrigens eine Wirtschaftsförderung, welche wesentlich mehr einbringt, als das vorhalten großer Gewerbeflächen, auf den Verdacht hin, dass sich einmal ein großes Unternehmen ansiedeln könnte. So kann es sich lohnen, wenn gerade in diesem Zusammenhang, unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftsförderung, mancher Hotelier, Gastwirt, Handeltreibende etc. seine Position zum Thema überdenkt.
Im Leserbrief wird dann auch auf einige Angebote für Kurtaxentouristen verwiesen, welche es auch ohne Harzticket gibt. Zum Thema selbst gab es sogar eine Umfrage, wie zu erfahren ist, wobei sich eine Mehrheit der Teilnehmenden für das Ticket ausgesprochen hat, wenn Hex und HSB mit im Boot sitzen. In diesem Fall würde die Harz AG wahrscheinlich nicht nur 30Cent haben wollen, denn immerhin soll ja auch noch etwas verdient werden. Letztlich ist es also weniger ein finanzielles, als viel mehr ein strukturelles Problem.
Nun, ein informativer Leserbrief, welcher erhellend für die weiter Diskussion sein kann, wobei ich manche Schlüsse nicht teile.

