Noch mal zum Kurzentrum in Bad Suderode.

Noch mal zum Kurzentrum in Bad Suderode.

Heute findet sich in der MZ ein Bericht über die Demo in Magdeburg, zum Erhalt des Kurzentrums in Bad Suderode, in dem über ihren Erfolg berichtet wird.

Mehr erreicht als Erwartet, ist er überschrieben, wobei diese Aussage durchaus ein Fragezeichen verdient! Was wurde den eigentlich erwartet, dass in Wahlkampfzeiten die Wahlkämpfer auf Stur schalten und die Demonstranten abblitzen lassen? Lieber wird sich im suchen nach Lösungen gesonnt und dass dabei Bereitschaft bekundet wird, kann nicht verwundern. Mehr ist den Aussagen aber nicht zu entnehmen, da sie an Vorbedingungen geknüpft, speziell eines Beschlusses des Quedlinburger Stadtrates gebunden sind.

Sicher wird ein Weg gefunden, wie viel hingegen allgemeine mündliche Zusagen wert sind, wird sich nach der Wahl zeigen. Dabei kann durchaus davon ausgegangen werden, dass es eine Lösung geben wird, fraglich nur, wie diese aussieht. Immerhin gibt es ein Gutachten, in diesem werden sogar positive Schlüsse gezogen, so z. B. das die Zuschüsse in nahre Zukunft erheblich reduziert werden könnten und wenn der Wirtschaftsminister sagt, dass er zu den „nötigen Investitionen“ nun „einen Antrag“ von der Stadt Quedlinburg „benötigt“, sieht es doch fast schon wieder gut aus. Nicht nur das auf einmal wieder Geld da ist, sogar für die Investitionen, es braucht der Stadtrat nur zu beschließen und zu beantragen. Sollte es wirklich so einfach sein, oder wartet im Nebel ein Pferdefuß? Und tatsächlich, die Haushaltslage der Stadt ist zwar schlecht, aber ein Eigenanteil ist zu erbringen. Wenn dieser erbracht wird, kann es losgehen, nur woher nehmen? Doch nur ein schwarzer Peter für die Stadt Quedlinburg?   

Dass in diesem Zusammenhang der neue Mitbewerber in Thale mit ins Spiel kommt, verwundert nicht, dass hingegen von den Gutachtern eine Privatisierung abgelehnt wird, dann doch schon ein bisschen. Aber wo sie Recht haben, haben sie recht, genauso wie mit der Feststellung, „den Standort in die Binsen gehen zu lassen, wäre der teuerste Weg für alle.“

Das Minister Hövelmann voller Optimismus ist, scheint Hoffnung zu geben, in Zeiten des Wahlkampfes aber auch nicht verwunderlich. Damit sich die Hoffnungen erfüllen, müssen nur die Anderen ihre Hausaufgeben machen, also wie schon erwähnt, die Stadt Quedlinburg eine Grundsatzentscheidung fällen und das Wirtschaftsministerium die Fördermittel vergeben. Gut dass es in der Politik verweisende Möglichkeiten gibt, oder die Möglichkeit zu verweisen. Dabei müssen sicher alle ihre Hausaufgaben machen, auch Quedlinburg, welches mit diesem Erbe zwangsbeglückt wurde und was sicher nicht ohne Probleme ist. Nur sollte die Situation der Stadt nicht falsch eingeschätzt werden, wobei durchaus Berücksichtigung finden kann, das letztlich der überwiegende Teil der Steuereinnahmen, welche auf Grund der Existenz des Kurzentrums erzielt werden, nicht gerade in Quedlinburg bleibt.

Nun ja, es wurden Hoffnungen geweckt, welche es nun auch zu erfüllen gibt und das unabhängig vom Wahlkampf. Das sich die Demonstrierenden kämpferisch geben, ist zu begrüßen, dass sie sich hingegen auf die Entwicklungsstufe der frühen Maschinenstürmer begeben, nicht. Denn etwas anderes ist es nicht, wenn in Thale gegen die neue Terme protestiert werden soll. Nicht nur das diese mit der Zeit vollendete Tatsache ist und ihr Betreibermodel durchaus kritikwürdig, sie ist auch nicht die Ursache für die Probleme des Kurzentrums in Bad Suderode. Die Terme wird erst eröffnet, die Probleme des Kurzentrums hingegen sind alles andere als neu!

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