Archive für 13.2.2011

Nachgedanke zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

Nachgedanke zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

Bei genauer Betrachtung, werden zwar die Gefahren einer Schließung und deren Folgen, in schillernden Farben an die Wand gemahlt, letztlich aber nur, um den Boden für eine Privatisierung, vielleicht im Rahmen eines PPP, vorzubereiten. Der Entzug der Subventionen des Landes ist eine politische Entscheidung, egal wie diese begründet wird, hinter einer jeden politischen Entscheidung stecken aber wirtschaftliche Interessen, diese lassen sich relativ gut erkennen, wenn die vorgeschlagenen Lösungen in die Betrachtung einbezogen werden. Wie oben gesehen, favorisiert der Minister eine Privatisierung, welche er finanziell unterstützen wird, wenn der Quedlinburger Stadtrat den Verkauf beschließen sollte. Aber auch andere Anzeichen deuten darauf hin und sind den verschiedensten Beiträgen zum Thema in der MZ zu entnehmen. Dabei verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass eine Atmosphäre geschaffen werden soll, welche förderlich für eine Privatisierung ist und gleichzeitig die Konsequenzen einer solchen dem Bürger schmackhaft macht, indem sie als das kleinere Übel aufgearbeitet werden sollen. Die Bürger der neuen Einheitsgemeinde sollten sehr wohl darüber nachdenken, gerade auch die vom Kurzentrum abhängigen Unternehmen in Bad Suderode, welche meistens allein schon auf Grund ihrer wirtschaftlichen Größe, im Falle einer Privatisierung im Rahmen eines PPP zum Beispiel, nicht unerheblich zur Kasse gebeten werden. Sich in diesem Zusammenhang bewusst zu sein, dass die Kosten von Privatisierungen immer die Allgemeinheit zu tragen hat, und mittelständische Unternehmen davon kaum profitieren werden, kann nicht von Schaden sein.

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Weiterführende Gedanken zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

Weiterführende Gedanken zum Kurzentrum:

Nun hat die Gemeindegebietsreform eine neue Situation entstehen lassen, Quedlinburg ist größer geworden und hat wieder über 28.000 Einwohner! Also fast soviel wie 1989, ohne die hinzugekommenen Gemeinden Gernrode, Rieder und Bad Suderode. Dieses hört sich zwar gut an, nur gibt es nicht nur Grund zur Freude, sondern auch mancher Wehrmutstropfen schwimmt in der Zwangs-Verordneten  Einheitsbrühe. Einer dieser Tropfen ist das Kurzentrum in Bad Suderode, welches seit seiner Errichtung ohne Subventionen nicht auskommt und so Jahr für Jahr bezuschusst wurde. Jetzt ist das Kurzentrum von Schließung bedroht, ein Verlustausgleich des Landes fliest nicht mehr und einigen Sanierungsbedarf gibt es obendrein. Keine einfache Mitgift, welche hier in die Zwangsehe mit eingebracht wurde, besonders wenn sich der Kuppler aus der Verantwortung herausnimmt. Das der Quedlinburger Oberbürgermeister (der Titel ist auch ein Ergebnis neuer Größe –Einwohnerzahl.) sich kämpferisch gibt, ist nicht neu, hat aber auch nicht viel zu bedeuten. Der Grundtenor ist, … ja, was ist eigentlich der Grundtenor?

Sollte es das Nachdenken über die Folgen einer Schließung des Kurzentrums in Bad Suderode sein, wie in diesem Beitrag, das Konstatieren von Tatsachen, die Suche nach Lösungen?

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Gedanken zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

Gedanken zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

In der Wochenendausgabe der MZ fand sich ein kurzer Beitrag zum Kurzentrum, das Thema selbst war in den letzten Tagen öfter Gegenstand von Betrachtungen in dieser Zeitung. Leider findet sich besagter Beitrag vom Wochenende, mit den Aussagen des Wirtschaftsministers, nicht in der Internetausgabe der Zeitung, jedenfalls konnte ich ihn nicht finden. Interessanterweise ist dem Beitrag zu entnehmen, dass der Minister „auf eine Entscheidung des Quedlinburger Stadtrates“ wartet, „um handeln zu können.“ Nur was soll der Stadtrat entscheiden? Dass das Kurzentrum verkauft wird, um sich so dieses >Klotzes am Bein der Einheitskommune< zu entledigen?

Interessanter Gedanke, der Verkauf des Kurzentrums, welcher an anderer Stelle auch schon gedacht wurde und durchaus eine Möglichkeit zur Lösung des Problems ist, läst er doch auf die Entlastung verschiedener öffentlicher Haushalte hoffen. Gegenwärtig sollte aber nicht vergessen werden, dass in Sachsen-Anhalt Wahlkampf ist und sich gerade auch die Vorgänge um das Kurzentrum in Bad Suderode gut für diesen eigenen. Einen schwarzen Peter möchte in diesem Zusammenhang keiner haben und so delegiert der Minister die Verantwortung und wartet! Anscheint soll die Einheitsgemeinde Quedlinburg nun das stemmen, was die kleine Gemeinde Bad Suderode, selbst mit Landesunterstützung, nie geschafft hat.

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