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Auto oder Fußgänger?
Dieser Eintrag stammt von Th. Loch Am 11.1.2010 @ 11:46 In Allgemein | Keine Kommentare
Auto oder Fußgänger?
Nun ist Winter, mit Schnee und Eis und allem was dazu gehört. Es ist schon länger her, dass soviel Schnee gefallen und vor allen auch noch liegen geblieben ist. Das es da notwendig ist Schnee zu kehren und die Bürgersteige weitestgehend frei zu halten, ist eigentlich selbstverständlich. In der letzten Woche war das Räumen der Gehwege trotzdem Gegenstand eines mahnenden und belehrenden Artikels in der MZ. Da konnte man erfahren das der Bürger, welcher ein Grundstück besitzt oder nutzt, verpflichtet ist den Gehweg mindestens auf 1,50 Meter Breite frei zu halten und wie üblich werden Zugwiederhandlungen bestraft. Nun, der Aufbau von Drohkulissen ist in einem bürokratischen System durch aus üblich, genauso wie solche in den letzten Jahren nicht unerheblich zugenommen haben, aber macht dieses überhaupt Sinn, wenn es um die Umsetzung zum Teil widersinniger Regel geht? Nicht nur das die Einhaltung von Bestimmungen kontrolliert werden muss, so sollte eigentlich auch die Möglichkeit zur Einhaltung der Regeln gegeben sein. Oder besser noch, die Regeln sollten den objektiven Bedingungen entsprechen. Dieses ist aber gerade in vielen Teilen der Stadt Quedlinburg nicht der Fall. Nicht nur das in manchen Straßen und Gassen die Bürgersteige nicht einmal so breit sind, sonder auch die Fahrzeuge des Bauhofes, welche die Straße in der Stadt frei schieben, tun ihr übriges, in dem sie den Schnee auf die Bürgersteige schieben. Letztendlich verdichtet sich nicht nur der Schnee, sondern auch die Frage, Straße oder Bürgersteig? Gerade in den schmalen Straßen, wird der Schnee, von der Straße wieder auf den Bürgersteige geschoben, auf denen sich dann entsprechende Berge Türmen. Wird dieser Schnee dann wieder auf die Straße geschoben, damit die Bürgersteige wieder begehbar sind, hält das maximal bis zur nächsten durchfahrt des Schneeschiebers an. Somit ist oben genannte Verordnung unter den verschiedensten Gesichtspunkten eigentlich nicht umsetzbar und dieses erst recht nicht, wenn man nicht weiß wohin mit den Schnee. Wenn dieser nicht abgefahren wird, was sicher mit erheblichen Kosten verbunden wäre, bleibt nur festfahren übrig. Also nicht hin und herschieben, sondern einfach nur komprimieren. Dabei fährt und läuft es sich auf einer festgefahrenen, oder fest getretenen Schneedecke wesentlich besser, als auf permanent aufgelockerten und hin und her geschobenen Schnee.
Ja, wir haben Winter und dieses Jahr entpuppt er sich auch als ein solcher, jedenfalls bis jetzt und bis das nächste Tauwetter einsetzt. Die Kinder freuen sich, gibt es doch kaum was schöneres, als eine Schneeballschlacht im frischen Schnee, eine Schlittenfahrt vom schneebedeckten Hügel und selbst ein Iglu kann man bauen, wenn genügend Platz zur Verfügung steht. Wir haben Winter und da ist es schon verwunderlich, wenn es Menschen gibt, welche sich über den vielen Schnee wundern, was wundert es, es gibt auch immer Grund zum Jammern.
Der Verordnungen zum Trotz wird das Leben weiter gehen und auch die Fußgänger werden ihren Weg finden, selbst wenn sie dazu in manchen Straßen auf die Straße ausweichen müssen. Fußgänger oder Auto, das ist oft die Frage, ich würde den Fußgängern Vorrang einräumen, Autos haben immerhin vier Räder! Somit wäre es besser, jedenfalls solange viel Schnee liegt und fällt, manche Straßen nicht zu schieben, oder eben die Bürgersteige nicht zu beräumen, beides ist oft nicht möglich und Verordnungen sollten eigentlich die entsprechenden, spezifischen Bedingungen einer Stadt berücksichtigen und nicht unkritisch über gestülpt werden!
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