Und es wurde geknallt!

Und es wurde geknallt!

Nun gab es zwar ein großes Knallverbot, was aber nicht daran hinderte, dass trotzdem in den betroffenen Gebieten geknallt wurde, wie an den Spuren zu sehen war. Selbst als ich gestern durch die Stadt ging, waren solche Spuren noch sichtbar. Nun ja, was kann auch von einem Knallverbot erwartet werden, welches scheinbar von Knalltüten erlassen wurde? Das hingegen insgesamt weniger geknallt wurde mag eher an der finanziellen Situation vieler Bürger gelegen haben, als am Verbot. Letztendlich sollte sich auch die Frage gestellt werden, wem solch ein Verbot nutzt und wer dieses kontrollieren soll?

Auf dem Heimweg am Neujahrsmorgen, so gegen 02.30 Uhr, konnte ich beim Gang durch die Neustadt und die Altstadt feststellen, dass immer noch geknallt wurde. Dabei schreckten einige Knalltüten nicht einmal davor zurück, Knaller aus den Fenstern ihres Hauses zu werfen. Was sicher nicht ungefährlich ist, für Passanten, welche die Straße zu dieser Zeit nutzten. Nun bin ich heute nicht unbedingt ein Befürworter solcher, wie auch anderer Knallerei. Nur kann ich mich doch gut daran erinnern, dass ich nicht nur in meiner Jugend den einen und anderen Knallkörper gezündet habe und wie ich mich als Kind über die bunten Lichter am Himmel und auf der Straße freute.

Was mich aber stört ist der Geist dieses Gesetzes, welches dem Bürger die Fähigkeit zum verantwortungsvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern abspricht, ihn somit entmündigt und zur Selbstkontrolle, sprich Denunziation, anstachelt. Dieser Geist lässt sich durch ein Silvesterfeuerwerk sicher nicht austreiben, dazu bedarf es anderer Mittel!

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