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- 12.6.2010: Fatale Logik, Einnahmen werden erhöht, um Ausgaben zu sparen!
- 31.5.2010: Tradition in Quedlinburg!?
- 26.5.2010: Gejammer bei den Gastronomen!
- 10.5.2010: „Kleines“ Theater in Quedlinburg ganz groß!
- 9.4.2010: Wer hat Anspruch auf den „Oberharz“?
- 20.2.2010: Abgesetzt, das Bauernopfer!
- 16.2.2010: Beachtenswerte Aktion!
- 25.1.2010: Bürger unter Generalverdacht!
- 25.1.2010: Wie Bürokratie den Zahn Demokratie in Quedlinburg zieht!
- 14.1.2010: Aufgenommen am 11.01.2010!
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Wie “Wichtel” Brecht der REWE beim Sparen hilft!
Wie “Wichtel” Brecht der REWE beim Sparen hilft!
Heute wird in der MZ über das angekündigte Wichteltreffen vor dem REWE-Markt auf dem Gelände des Mettehofes berichtet. Um eine Wette ist es gegangen, wie es zu dieser Wette kam, ich kann es nicht sagen, auf jeden Fall hatte der Bürgermeister gewettet und wie zu lesen, sogar die Wette gewonnen. Über hundert Wichtel, unterstützt von Weihnachtsmännern, müssen wohl erschienen sein, und trällerten ihr Liedchen. Letztendlich ist dieses der REWE 500,-€ wert, einem Glorienschein dem Spender! Aber ist dem so, sollen nun die Quedlinburger das Unternehmen hoch leben lassen, welches sich so generös verhält und für das Erscheinen der Wichtel und dem Trällern eines Liedes 500,-€ als Opfergabe beibringt? Eine durchaus erfolgreiche Gabe, welche dem Unternehmen nicht wenig Geld spart!
Ja, wer hat hier eigentlich wem einen Gefallen getan und wer profitiert von diesem Theater? Sind es wirklich die Quedlinburger, ja, haben Unternehmen wie die REWE auf einmal das Gutmenschentum für sich entdeckt? Sicher nicht, auch die REWE ist ein Großkonzern, welchem es in erster Linie um die Maximierung von Gewinnen geht. So ist man gern bereit werbewirksame Aktionen zu begleiten und besonders wenn diese zu dem noch effizient sind und helfen ein vielfaches an Werbekosten zu sparen, werden sie gern angenommen.
Nun, und so haben die Wichtel glorreich etwas für die Stadt getan, 500,-€ für den Ökogarten sind schon nicht schlecht, aber noch mehr haben sie für die REWE getan, sie haben nämlich geholfen Geld zu sparen und das nicht gerade wenig. Das im Ergebnis einer Werbeveranstaltung mehr Kunden das angebotene Geschäft wahrnehmen sollen, ist eigentlich normal und wenn sich das Unternehmen nicht eine entsprechende Werbewirksamkeit versprochen hätte, hätte es diese Aktion sicher nicht gegeben. Es ist auch normal, dass gerade die größten Konzerne schauen wie und wo sie am kostengünstigsten Werben können. Im Fall der singenden Wichtel konnte das Unternehmen sehr günstig werben. Des Bürgermeisters Wichtel haben dem Unternehmen richtig Geld gespart. Zum einen hatte ein jedes Wurstblatt, nicht nur die MZ, sondern auch die Werbezeitschriften, welche ungefragt wöchentlich in den Briefkästen landen, diese Aktion angekündigt. Von der Größe der Anzeigen her haben diese sicher die 500,-€ des Wetteinsatzes kompensiert. Somit ist der heutige Bericht in der MZ ein wahres Schnäppchen für das Unternehmen. Vierspaltig, 300mm, 50% davon mehrfarbig (großes Foto), das ist schon was. Wenn nun ein Blick in die Preistabelle für Anzeigen (Seite 15 der Tabelle), in der MZ, Regionalverlag West, so kann errechnet werden, welche Ersparnis die Wichtel des Bürgermeistern dem Unternehmen gebracht haben. Eine Anzeige in dieser Größe würde normalerweise ca. 3000,-€ zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer (19% = 570,-€), (ohne Berücksichtigung eventuellen Rabatts) kosten. Dieses wäre ohne Unterstützung der Stadt und der Wichtel nicht möglich gewesen. Gegen diese Summe nehmen sich die 500,-€ geradezu lächerlich aus und so hat der Bürgermeister, spielerischer Weise, das Engagement der singenden Wichtel und Weihnachtsmänner unter Wert verkauft. Das die Wichtel mit einen Glühwein, welcher nur geringfügig über den Selbstkostenpreis verkauft wurde, belohnt wurden, entspricht eigentlich auch nur den Mechanismen des Systems, ohne Gewinn passiert nichts. Ja, wie kam es eigentlich zu dieser werbewirksamen Wette? Wer war der Initiator dieser Wette? Für die Öffentlichkeit steht nur fest, dass der Bürgermeister gewettet hat, die Wichtel kamen und 500,-€ für Andershausen ersangen! Aber wie so oft kann der Schein trügen und der eigentliche Gewinner ist das Unternehmen, welches sich selbst den Glühwein von den Wichteln bezahlen ließ, somit letztendlich keine Gegenleistung erbrachte! Ach ja, und einmal davon abgesehen das in den nächsten Jahren erst einmal die Investition abgeschrieben wird, wohin fließen eigentlich die Steuern dieses Unternehmens, hat es seinen Sitz in Quedlinburg?
Die Wichtel haben gesungen, das Unternehmen die Wette verloren, sein Großzügigkeit wird gelobt und gepriesen und die, welche die Arbeit taten, dem Unternehmen ein Vielfaches an Kosten sparten, mussten ihren Glühwein selbst bezahlen, wenn sie diesen überhaupt schon trinken durften. Solches hat durchaus System, wer einem Unternehmen dabei hilft Gewinne zu erwirtschaften, der muss letztendlich dankbar sein, wenn er dafür einen Almosen erhält!

