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Auch Quedlinburg braucht Partner!

Dieser Eintrag stammt von Th. Loch Am 4.3.2009 @ 11:17 In Quedlinburg | 1 Kommentar

Zur Gebietsreform.

 

Heute war das Thema Gebietsreform* wiedereinmal gut in der Zeitung vertreten, auch ein Leserbrief fand sich zum Thema. Er beschäftigte sich mit dem Zusammengehen der Kommunen Quedlinburg, Gernrode und Bad-Suderode, aus dem Blinkwinkel touristischer Befindlichkeiten. Und sicher bietet gerade dieses Gebiet hervorragende Möglichkeiten für ein engere Zusammenarbeit dieser Kommunen, aber andererseits, was hindert die Kommunen es nicht auch so zu tun und zum Teil wird es ja auch? Nun gut, der Tourismus ist ein Punkt und selbst als herausragender Wirtschaftsfaktor nicht der Einzige, wobei die Gemeinde Rieder in diesem Kreis nicht vergessen werden sollte.

Aber wie es nicht nur bei Leserbriefen ist, wird in erster Linie die eigene Meinung vermittelt, das ist auch gut so und so schrieb ich ebenfalls einen Leserbrief, welcher wiederum meine Meinung darlegt. Es bleibt diesem Thema zu wünschen, das es entsprechend breit diskutiert wird, diese Diskussion ihre verdiente Öffentlichkeit findet und letztendlich die Entscheidung mit beeinflusst. Denn wie weit sich Entscheidungsträger von der Meinung der Bürger entfernen können, hat gerade der Bürgerentscheid am 11.01. in Quedlinburg gezeigt. Er hat auch gezeigt wie Notwendig es ist, Themen, von denen die Bürger betroffen sind, wenn sie dann entschieden werden, möglichst breit zu diskutieren.

 

 

Leserbrief mit Vorwort:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Thema „Gebietsreform“ ist allgegenwärtig und bewegt, wie ich Ihrer Zeitung entnehmen kann*, die Gemeinden in ganz Sachsen-Anhalt. Aus der hiesigen Region berichten Sie regelmäßig und so kann ich mich an Berichte erinnern, welche sich mit Quedlinburg, wie auch mit dem „Auseinanderbrechen“ der Verwaltungsgemeinschaft Gernrode im Zusammenhang mit der Gebietsreform beschäftigten. In diesem Zusammenhang war auch schon die Rede von einem Zusammengehen der Gemeinden Rieder, Bad-Suderode, Gernrode mit Quedlinburg, welches durchaus Sinnvoll wäre, aber auch umstritten. In diesem Zusammenhang gibt es die verschiedensten Standpunkte und Meinungen, meinen Meinung finden sie im folgendem Leserbrief:

 

 

Auch Quedlinburg braucht Partner!

 

Entscheidungen stehen ins Haus und neue Verwaltungsstruckturen sind im wachsen. So formieren sich Kommunen zu Verbünden, um einer Zwangszuordnung zu entgehen. Quedlinburg steht zur Zeit noch allein und die Ursachen dafür sind sicher vielfältiger Natur, dabei gäbe es vielschichtige Möglichkeiten eines Zusammengehen mit benachbarten Kommunen. Aktuell in der Diskussion ist ein Zusammengehen mit Bad Suderode, Gernrode und nicht zu vergessen Rieder. Eine jede Kommune würde ihre Spezifika mit ein bringen und somit die Potenziale einer Einheitsgemeinde erheblich erweitern. In einer Zeit sich weltweit zuspitzender Widersprüche, wirtschaftlicher Erschütterungen und die sich auch daraus ergebende Notwendigkeit, sich mehr auf die eigenen Potenziale zu besinnen und diese zu bündeln, wäre ein solches Zusammengehen mehr als Sinnvoll, es ist einfach eine Notwendigkeit der Zeit.

Nicht nur das ein engeres Zusammengehen bisherige Zusammenarbeit vertiefen und verfestigen würde, es würde auch etwaige konkurrierende Ambitionen negieren. So könnten die touristischen Potenziale Bad Suderodes, Genrodes und Quedlinburgs wesentlich besser miteinander verknüpft und genutzt werden, aber auch andere wirtschaftliche Voraussetzungen und Möglichkeiten würden sich erheblich verbessern. Genrode und Rieder besitzen gut funktionierende Gewerbegebiete, welche sicher bei Bedarf in Richtung Quedlinburg erweitert werden könnten. Quedlinburg wiederum besitzt mit den Stadtwerken ein primär wirtschaftliches Unternehmen, welches die umliegenden Kommunen nicht nur günstig mit Energie versorgen könnte, sondern auch in deren Bereichen, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Landwirten, in regenerative Energieerzeugung investieren kann.

Im Rahmen engerer Zusammenarbeit bietet gerade die Landwirtschaft gute Voraussetzungen regionale Versorgung und damit Zukunftssicherung weiter auszubauen.

Bei allen Bedenken, so sind die objektiven Vorteile eines solchen Zusammengehen durchaus gegeben und überwiegen. Subjektiv gibt es sicher noch einiges zu tun und es ist nicht nur manches Vorurteil aus den Weg zu räumen, damit die Kommunen als gleichberechtigte Partner, zum gegenseitigem Vorteil an einem Tisch sitzen und den Weg in die Zukunft gemeinsam beschreiten.

Vor kurzem meinte ein Bekannter, in diesem Zusammenhang, zu mir: „es ist nicht so einfach, Quedlinburg ist eine hübsche Braut und da traut sich kam jemand zu fragen,“ aber was hält die Braut davon ab selbst zu fragen, ihre Eitelkeit?

Th. Loch“

 

 

P.S.

  • *Allein dreimal war dieses Thema heute in der MZ, einmal davon aus [1] „der Region“, gleich um „die Ecke“, ein weites mal [2] „aus dem Land“ und einen [3] „kurzen Überblick“ gab es auch noch.

  • Leserbriefe schicke ich in der Regel per E-Mail an die Zeitung und nutze dazu die angebotenen Kontaktformulare.

 


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[1] „der Region“: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1229853057068&calledPageId=987490165154

[2] „aus dem Land“: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1229853056965&calledPageId=987490165154

[3] „kurzen Überblick“: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1229853056970&calledPageId=987490165154

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