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Gewonnen!
Gewonnen!
Nun wurde gewählt und der Erfolg ist nicht zu verachten, zwar lässt die Wahlbeteiligung zu wünschen übrig, was nicht daran hinderte, das sie höher war, als zu den letzten Kommunal- und Bürgermeisterwahlen.
Am Montag berichtete die MZ über die Wahlen. Der orginal Text mit Bild kann hier nachgelesen werden. Anmerkungen in *rot*.
MZ-Bericht:
Stadtwerke bleiben städtisch
Wähler wenden sich mit großer Mehrheit gegen Anteilsverkauf - 36,9 Prozent Wahlbeteiligung
…
QUEDLINBURG/MZ. Eindeutiger kann das Ergebnis kaum ausfallen: Die Quedlinburger wollen die Stadtwerke behalten. Beim Bürgerentscheid am Sonntag stimmen 6 241 Männer und Frauen gegen einen Anteilsverkauf. Das sind 33,2 Prozent aller Wahlberechtigten. Nur 686 Quedlinburger - das sind 3,6 Prozent der Wähler - sind für eine Teilprivatisierung der Stadtwerke. Die Wahlbeteiligung liegt bei 36,9 Prozent.
*Wie schon geschrieben, die Wahlbeteiligung war etwas gering, welches wiederum nicht verwunderlich ist, wenn die Entwicklungen und Gepflogenheiten der letzten Jahre berücksichtigt. Andererseits lohnt es sich schon über Demokratie nachzudenken und eine relative Passivität vieler Bürger festzustellen. Diese kann auf die verschiedensten Ursachen zurückgeführt werden. Was, im Zusammenhang mit der Abstimmung, aber selbst die Verkaufsgegner überrascht hat, ist das Verhältnis von Befürwortern, zu Gegnern des Verkaufes. Gerade einmal 686 Quedlinburger haben sich für einen Verkauf der Stadtwerke ausgesprochen, eigentlich kein gutes Zeichen für die Politik, welche in Quedlinburg, im Namen der Bürger, gemacht wird.*
Die Freude bei der Bürgerinitiative “Die Stadtwerke gehören uns Quedlinburgern”, deren Mitglieder den Erfolg im “Theophano” feiern, ist nach Bekanntwerden des vorläufigen Ergebnisses groß: “Wir waren uns bis zum Schluss nicht sicher, haben das Ergebnis aber so erhofft”, sagt Steffen Kecke, einer der Mitbegründer und Sprecher der Initiative. “Wir denken, dass wir die Stadt mit Hilfe der Bürger vor einer falschen Entscheidung bewahrt haben”, meint er selbstbewusst.
*Nun ist es immer so eine Sache, was einer gesagt hat und was die Zeitung daraus macht und in den seltensten Fällen wird in Beiträgen nur ein Ausschnitt des gesagte gebracht. Eines ist aber sicher, die Freude über dieses herausragenden Sieg wird wohl keiner verhehlen, das er unerwartet war, kann eigentlich nicht gesagt werden, alle Anzeichen standen eigentlich dafür. Was hingegen unerwartet war und womit wirklich keiner gerechnet hatte, war die geringe Zahl der Verkaufsbefürworter. Und so schön und begrüßenswert es auch ist, das gedacht wird, so ist es eine nicht zu leugnende Tatsache, dass die Stadt, mit diesem Ergebnis, vor einer falschen Entscheidung bewahrt wurde. Dieses wird sich in der Zukunft noch deutlich zeigen, selbst wenn versucht wird, die im Vorfeld verbreiteten Ängste zu nähren.
Und wenn der Vorgang genau betrachtet wird, die Ziele der einzelnen Pole, berücksichtigt man die Ziele, so wurde ein Kampf um den Weg geführt.*
Der Initiative gehe es um “den besseren Weg, nämlich darum, die Stadtwerke fit zu machen, damit sie dauerhaft Mittel zur Entschuldung der Stadt werden können.” Enttäuscht äußert sich Bürgermeister Eberhard Brecht, der das Ergebnis als Willensbekundung der Quedlinburger akzeptiere, die Anteilsveräußerung “persönlich aber nach wie vor für den besseren Weg” halte. “Nun werden wir uns alle gemeinsam der neuen Situation stellen und die Konsequenzen tragen müssen”, sagt er.
*Es ist nicht verwunderlich, das der Bürgermeister enttäuscht ist, immerhin hätte das Ergebnis kaum noch schlechter für Ihn ausfallen können. Das er den Verkauf trotzdem noch für den besseren Weg hält, ist ebenfalls wenig verwunderlich, wenn bedacht wird, wie er sich in dieses Problem hinein gesteigert hat, obwohl er am Ende ziemlich allein dastand. Zu Hoffen ist das er zur Realität zurückfindet und sich mit der gewachsenen, außerparlamentarischen Opposition an einen Tisch setzt, um die Probleme der Stadt gemeinsam zu lösen. Die Bürgerinitiative ist bereit, die Verantwortung mitzutragen, welche sich aus dieser Entscheidung ergibt. Er hat recht, wenn er sagt, das wir uns alle der neuen Situation stellen müssen, aber es werden nicht die Konsequenzen sein, die gemeinsam zu tragen sind, welche der Bürgermeister immer so gern an die Wand gemalt hat.
Eines ist in jedem Fall sicher, die Auseinandersetzungen um den Stadtwerkeverkauf hat frischen Wind in die Stadt gebracht und neue Wege aufgezeigt. Die durchgeführten Veranstaltungen, wie auch die montaglichen Diskussionsrunden der Bürgerinitiative, waren sehr fruchtbar und mit erheblichen Erkenntnisgewinnen verbunden. Das zeigt auch, wenn sich Menschen an einen Tisch zusammensetzen und sich intensiv mit einer Problematik auseinandersetzen, so wird dieses in jedem Fall Früchte tragen und ist in keinem Fall einfach nur zu negieren, oder mit Allgemeinplätzen zu begegnen.*
In elf Wahllokalen der Stadt Quedlinburg ist am Sonntag abgestimmt worden, viele Quedlinburger haben in den Tagen zuvor bereits die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Am Nachmittag gegen 15 Uhr herrscht im Wahlbezirk 4 in der Marktschule reger Betrieb. Rund ein Drittel der Wahlberechtigten hatten bis zu diesem Zeitpunkt ihre Abstimmungskarte in die Urne geworfen. “Am Morgen war es noch recht flau, aber nach Mittagessen und Kaffeetrinken wird es lebhafter”, konstatiert die stellvertretende Wahlvorsteherin Marion Ehrig. Nebenan im Wahlbezirk 1: “Wir sind im Prinzip zufrieden”, so der stellvertretende Wahlvorstand Peter Kaufmann, der an der Wahlurne überwacht, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Das schöne, ruhige Winterwetter, so schätzt er, komme der Wahlbeteiligung sicher zugute.
*Ob das schöne Wetter befördernd für die Wahl war, kann schon möglich sein, die Wahlentscheidung der Wähler wird es kaum beeinflusst haben. Aber so ein Wetter und dieses Ergebnis, das passt schon zueinander und so waren einige schon zeitig im Wahllokal, um den Tag anschließend mit Wandern, Ski laufen, oder anderen zu verbringen, aber einige kamen auch kurz vor Lokalschluss, direkt vom Wandern, oder Ski laufen, ins Wahllokal.*
Ja, sagt draußen Helmut Meinert, es sei ihm ein Bedürfnis gewesen, zur Abstimmung zu gehen. “Schließlich kann es mir nicht egal sein, was mit den Stadtwerken passiert.” Und obwohl er sein Abstimmungsverhalten nicht preisgeben möchte, übermannt es ihn dann doch: Er habe die Diskussion aufmerksam verfolgt, und er findet, “dass so ein Unternehmen wie die Stadtwerke in den Händen der Stadt bleiben muss.”
Mandy Schmidt, die mit ihrer Familie zur Abstimmung gekommen war, findet jedoch, “dass unbedingt Geld in die Stadt fließen muss, um die Fördermittel in Anspruch nehmen zu können. Hier fehlt es doch an allen Ecken und Enden”, sagt die Mitarbeiterin im Erinnerung überarbeitenDeutschen Fachwerkzentrum Quedlinburg und fügt hinzu: “Ich kann nur hoffen, dass der Erlös, sollte es zum Verkauf kommen, nicht verplempert, sondern sinnvoll eingesetzt wird.” Über den Einsatz dieses Geldes muss nun nicht mehr nachgedacht werden - im Wahlbezirk 3 ist schon kurz nach Beginn der öffentlichen Auszählung eine Tendenz ablesbar: Die Abstimmungszettel, auf denen “Ja” angekreuzt ist, überwiegen bei weitem.
*Im Nachhinein betrachtet, waren die Befürworter in der Minderheit und die Bürgerinitiative hatte guten Grund zu feiern. Wenn die Stimmenverteilung betrachtet wird, so kann nur festgestellte werden, wie richtig die Entscheidung war, gegen die Entscheidung des Stadtrates, welche denkbar knapp war, zu Verkauf der Stadtwerke, vorzugehen. Dieses Ergebnis zeig sehr gut, wie weit sich der Bürgermeister und der Stadtrat von den wirklichen Interesse der Bürger der Stadt, mit seiner Entscheidung, entfernt hatte. Es gibt in dieser Stadt noch viel zu tun und es gilt diese, neu gewachsene, außerparlamentarische Opposition, weiter zuführen, um sich erfolgreich in die Politik, im Sinne der Bürger, im Sinne der Stadt, einzumischen.*
Die Freude bei der Bürgerinitiative “Die Stadtwerke gehören uns Quedlinburgern”, deren Mitglieder den Erfolg im “Theophano” feiern, ist nach Bekanntwerden des vorläufigen Ergebnisses groß: “Wir waren uns bis zum Schluss nicht sicher, haben das Ergebnis aber so erhofft”, sagt Steffen Kecke, einer der Mitbegründer und Sprecher der Initiative. “Wir denken, dass wir die Stadt mit Hilfe der Bürger vor einer falschen Entscheidung bewahrt haben”, meint er selbstbewusst.
*Nun ist es immer so eine Sache, was einer gesagt hat und was die Zeitung daraus macht und in den seltensten Fällen wird in Beiträgen nur ein Ausschnitt des gesagte gebracht. Eines ist aber sicher, die Freude über dieses herausragenden Sieg wird wohl keiner verhehlen, das er unerwartet war, kann eigentlich nicht gesagt werden, alle Anzeichen standen eigentlich dafür. Was hingegen unerwartet war und womit wirklich keiner gerechnet hatte, war die geringe Zahl der Verkaufsbefürworter. Und so schön und begrüßenswert es auch ist, das gedacht wird, so ist es eine nicht zu leugnende Tatsache, dass die Stadt, mit diesem Ergebnis, vor einer falschen Entscheidung bewahrt wurde. Dieses wird sich in der Zukunft noch deutlich zeigen, selbst wenn versucht wird, die im Vorfeld verbreiteten Ängste zu nähren.
Und wenn der Vorgang genau betrachtet wird, die Ziele der einzelnen Pole, berücksichtigt man die Ziele, so wurde ein Kampf um den Weg geführt.*
Der Initiative gehe es um “den besseren Weg, nämlich darum, die Stadtwerke fit zu machen, damit sie dauerhaft Mittel zur Entschuldung der Stadt werden können.” Enttäuscht äußert sich Bürgermeister Eberhard Brecht, der das Ergebnis als Willensbekundung der Quedlinburger akzeptiere, die Anteilsveräußerung “persönlich aber nach wie vor für den besseren Weg” halte. “Nun werden wir uns alle gemeinsam der neuen Situation stellen und die Konsequenzen tragen müssen”, sagt er.
*Es ist nicht verwunderlich, das der Bürgermeister enttäuscht ist, immerhin hätte das Ergebnis kaum noch schlechter für Ihn ausfallen können. Das er den Verkauf trotzdem noch für den besseren Weg hält, ist ebenfalls wenig verwunderlich, wenn bedacht wird, wie er sich in dieses Problem hinein gesteigert hat, obwohl er am Ende ziemlich allein dastand. Zu Hoffen ist das er zur Realität zurückfindet und sich mit der gewachsenen, außerparlamentarischen Opposition an einen Tisch setzt, um die Probleme der Stadt gemeinsam zu lösen. Die Bürgerinitiative ist bereit, die Verantwortung mitzutragen, welche sich aus dieser Entscheidung ergibt. Er hat recht, wenn er sagt, das wir uns alle der neuen Situation stellen müssen, aber es werden nicht die Konsequenzen sein, die gemeinsam zu tragen sind, welche der Bürgermeister immer so gern an die Wand gemalt hat.
Eines ist in jedem Fall sicher, die Auseinandersetzungen um den Stadtwerkeverkauf hat frischen Wind in die Stadt gebracht und neue Wege aufgezeigt. Die durchgeführten Veranstaltungen, wie auch die montaglichen Diskussionsrunden der Bürgerinitiative, waren sehr fruchtbar und mit erheblichen Erkenntnisgewinnen verbunden. Das zeigt auch, wenn sich Menschen an einen Tisch zusammensetzen und sich intensiv mit einer Problematik auseinandersetzen, so wird dieses in jedem Fall Früchte tragen und ist in keinem Fall einfach nur zu negieren, oder mit Allgemeinplätzen zu begegnen.*
In elf Wahllokalen der Stadt Quedlinburg ist am Sonntag abgestimmt worden, viele Quedlinburger haben in den Tagen zuvor bereits die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Am Nachmittag gegen 15 Uhr herrscht im Wahlbezirk 4 in der Marktschule reger Betrieb. Rund ein Drittel der Wahlberechtigten hatten bis zu diesem Zeitpunkt ihre Abstimmungskarte in die Urne geworfen. “Am Morgen war es noch recht flau, aber nach Mittagessen und Kaffeetrinken wird es lebhafter”, konstatiert die stellvertretende Wahlvorsteherin Marion Ehrig. Nebenan im Wahlbezirk 1: “Wir sind im Prinzip zufrieden”, so der stellvertretende Wahlvorstand Peter Kaufmann, der an der Wahlurne überwacht, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Das schöne, ruhige Winterwetter, so schätzt er, komme der Wahlbeteiligung sicher zugute.
*Ob das schöne Wetter befördernd für die Wahl war, kann schon möglich sein, die Wahlentscheidung der Wähler wird es kaum beeinflusst haben. Aber so ein Wetter und dieses Ergebnis, das passt schon zueinander und so waren einige schon zeitig im Wahllokal, um den Tag anschließend mit Wandern, Ski laufen, oder anderen zu verbringen, aber einige kamen auch kurz vor Lokalschluss, direkt vom Wandern, oder Ski laufen, ins Wahllokal.*
Ja, sagt draußen Helmut Meinert, es sei ihm ein Bedürfnis gewesen, zur Abstimmung zu gehen. “Schließlich kann es mir nicht egal sein, was mit den Stadtwerken passiert.” Und obwohl er sein Abstimmungsverhalten nicht preisgeben möchte, übermannt es ihn dann doch: Er habe die Diskussion aufmerksam verfolgt, und er findet, “dass so ein Unternehmen wie die Stadtwerke in den Händen der Stadt bleiben muss.”
Mandy Schmidt, die mit ihrer Familie zur Abstimmung gekommen war, findet jedoch, “dass unbedingt Geld in die Stadt fließen muss, um die Fördermittel in Anspruch nehmen zu können. Hier fehlt es doch an allen Ecken und Enden”, sagt die Mitarbeiterin im Erinnerung überarbeitenDeutschen Fachwerkzentrum Quedlinburg und fügt hinzu: “Ich kann nur hoffen, dass der Erlös, sollte es zum Verkauf kommen, nicht verplempert, sondern sinnvoll eingesetzt wird.” Über den Einsatz dieses Geldes muss nun nicht mehr nachgedacht werden - im Wahlbezirk 3 ist schon kurz nach Beginn der öffentlichen Auszählung eine Tendenz ablesbar: Die Abstimmungszettel, auf denen “Ja” angekreuzt ist, überwiegen bei weitem.
*Im Nachhinein betrachtet, waren die Befürworter in der Minderheit und die Bürgerinitiative hatte guten Grund zu feiern. Wenn die Stimmenverteilung betrachtet wird, so kann nur festgestellte werden, wie richtig die Entscheidung war, gegen die Entscheidung des Stadtrates, welche denkbar knapp war, zu Verkauf der Stadtwerke, vorzugehen. Dieses Ergebnis zeig sehr gut, wie weit sich der Bürgermeister und der Stadtrat von den wirklichen Interesse der Bürger der Stadt, mit seiner Entscheidung, entfernt hatte. Es gibt in dieser Stadt noch viel zu tun und es gilt diese, neu gewachsene, außerparlamentarische Opposition, weiter zuführen, um sich erfolgreich in die Politik, im Sinne der Bürger, im Sinne der Stadt, einzumischen.*

